Nächster Termin Mi 14.10. 09:00–11:00 Frühstück
Historische Postkarte der Kirche St. Urbanus in Weslarn mit Innen- und Außenansichten

Dorfleben

St. Urbanus – die Kirche im Dorf

Die zweitälteste Hallenkirche der Soester Börde steht seit über 800 Jahren mitten in Weslarn – mit Wandmalereien, die zu den ältesten der Region gehören.

entstehen Turm, Chor, Apsis und Sakristei
um 1170
ist die Hallenkirche vollendet
um 1230
hoch ist der romanische Westturm
34 Meter
misst das Kirchenschiff
22 × 14 m

Romanik in der Börde.

Die evangelische Pfarrkirche trägt den Namen des heiligen Urban und ist die zweitälteste Hallenkirche der Soester Börde. Ihre ältesten Teile – Sakristei, Apsis, Chorquadrat und der wuchtige Westturm mit Rundbogenblenden – stammen aus der Zeit um 1170/80; das Langhaus wurde um 1230 fertiggestellt.

Das zweijochige Schiff trägt kuppelige Kreuzrippengewölbe, die Seitenschiffe halbe Tonnengewölbe. Der Dachstuhl ist dendrochronologisch auf die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts datiert.

Was man gesehen haben sollte

  • Wandmalereien: Die figürlichen Malereien in der Sakristeiapsis gelten als die ältesten erhaltenen Beispiele monumentaler Malerei im Soester Raum vor 1200. Die Gewölbe des Langhauses zeigen Scheitelringe, Kandelaberbäumchen und Szenen aus der Apokalypse.
  • Taufstein: Ein Bechertaufstein um 1200 mit einem Fries gegenständiger Vögel – das Motiv des Lebensbrunnens.
  • Sakramentshäuschen: Spätgotisch, aus Baumberger Sandstein, Ende des 15. Jahrhunderts, an der Nordwand des Chors.
  • Walcker-Orgel: 2010–2012 restauriert – finanziert unter anderem durch Orgelpfeifen-Patenschaften.

2011 wurde St. Urbanus in ein Projekt des LWL zu präventiven Erhaltungskonzepten romanischer Wandmalereien aufgenommen.

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